Bruce Davis, der ehemalige geschäftsführende Direktor der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, ist laut Variety am 5. September im Alter von 83 Jahren in Los Angeles gestorben. Dieser Bericht basiert auf den Recherchen von Variety.
Davis kam zur Academy, nachdem er die Theaterabteilung des Juniata College geleitet hatte. Zunächst verantwortete er das öffentliche Programm, bevor er 1989 geschäftsführender Direktor wurde. 2011 ging er in den Ruhestand.
Während seiner Amtszeit half Davis laut Variety dabei, das Gebäude in Beverly Hills zu sichern, aus dem die Margaret Herrick Library hervorging, sowie das Fernsehstudio in Hollywood, das später zum Academy Film Archive wurde. Später schrieb er „The Academy and the Award“, eine Geschichte der Oscars. Er hinterlässt seine Frau Joann und vier Töchter; laut Variety können Spenden an das Juniata College gerichtet werden.
Bewertung der Auswirkungen
Der gemeldete Tod von Davis könnte die Academy in den kommenden Tagen und Wochen dazu veranlassen, sich erneut mit dem institutionellen Vermächtnis ihrer Bibliotheks- und Archivstandorte zu befassen. Für Archivare und Filmforscher könnte dies die öffentliche Aufmerksamkeit für Bewahrungsressourcen erhöhen, die für die Geschichte der Academy zentral sind; eine Änderung des Zugangs oder des Betriebs wurde jedoch nicht gemeldet.
Auch das Juniata College könnte Unterstützung zum Gedenken erhalten, da Davis laut Variety die Filmabteilung der Hochschule gründete und Spenden an das College gerichtet werden können. Ob daraus Programme oder Finanzierungen entstehen, hängt von der Reaktion der Spender und den Entscheidungen der Hochschule ab.
Szenarien
Unsere Einschätzung (fundierte Spekulation)
Am wahrscheinlichsten: Sollte die Academy Davis öffentlich würdigen, wird ihr Tribut wahrscheinlich innerhalb weniger Wochen die Margaret Herrick Library und das Academy Film Archive hervorheben und möglicherweise das öffentliche Interesse an deren Bewahrungsarbeit steigern. Dieses Ergebnis ist wahrscheinlicher, weil Variety diese Einrichtungen zu den konkreten institutionellen Leistungen während seiner Amtszeit zählt.
Positives Szenario: Reagieren Spender auf den Aufruf zur Unterstützung des Juniata College, könnte die Hochschule in den nächsten sechs bis zwölf Monaten Gedenkprogramme oder Spendenaktionen mit Schwerpunkt auf Film oder Theater schaffen, die an Davis’ Gründungsrolle in ihrer Filmabteilung anknüpfen. Ein solcher Schritt könnte die Aufmerksamkeit von der Bewahrung durch die Academy auf die Filmausbildung ausweiten.
Negatives Szenario: Sofern die Academy oder das Juniata College die ersten Würdigungen nicht in öffentliche Programme überführen, könnte Davis’ Archivarbeit vor allem ein Bezugspunkt in Nachrufen bleiben, was ihre Sichtbarkeit für jüngere Zielgruppen und Forscher begrenzen würde.
Worauf als Nächstes zu achten ist
Eine Erklärung, Würdigung oder ein Archivprogramm der Academy, das Davis’ Rolle beim Aufbau der Bibliothek oder des Archivs nennt, würde auf eine institutionelle Würdigung hindeuten. Ein Gedenkfonds, eine Veranstaltung oder eine Initiative des Filmprogramms am Juniata College, die mit Davis verbunden ist, würde zeigen, dass das berichtete Spendeninteresse zu einem längerfristigen Bildungsengagement geworden ist.
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