Netflix hat Ransom Canyon nach zwei Staffeln abgesetzt. Das berichtet The Hollywood Reporter. Die Entscheidung fällt Monate nach dem Start der aus acht Folgen bestehenden zweiten Staffel am 23. Juli.
Die von April Blair entwickelte texanische Liebesdramaserie hatte Josh Duhamel und Minka Kelly in den Hauptrollen. Im Mittelpunkt standen drei Rancher-Dynastien, die in einer texanischen Kleinstadt um Land, das Erbe ihrer Familien und ihre Beziehungen kämpften. Auch Lizzy Greene, Garrett Wareing, Marianly Tejada, Jack Schumacher, Casey W. Johnson, Philip Winchester und Justin Johnson Cortez waren zu sehen.
Der Bericht nennt keinen Grund für die Absetzung und gibt auch keinen Hinweis darauf, ob eine andere Plattform eine Fortsetzung erwägt.
Wie sich die Folgen ausbreiten könnten
Die Entscheidung beendet eine wiederkehrende Produktion, die während der Dreharbeiten zur zweiten Staffel im Jahr 2025 mehr als 700 Einwohner New Mexicos beschäftigte, darunter 380 Crewmitglieder, 40 Hauptdarsteller und 300 Komparsen, wie The Hollywood Reporter berichtet.
Ohne eine dritte Staffel verlieren diese Arbeitskräfte eine mögliche Quelle für wiederkehrende Beschäftigung. Das New Mexico Film Office muss möglicherweise außerdem eine weitere größere Produktion gewinnen, um einen Teil der mit der Serie verbundenen lokalen Beschäftigung und Produktionsaktivität zu ersetzen.
Folgenabschätzung
Die unmittelbaren Auswirkungen treffen die Produktionsbranche in New Mexico, deren nächste Beschäftigungsmöglichkeiten stärker von anderen Fernseh- und Filmprojekten abhängen könnten. Dieser Effekt könnte sich in den kommenden Wochen zeigen, auch wenn eine andere Produktion einen Teil der betroffenen Arbeitskräfte aufnehmen könnte.
Die Absetzung schwächt außerdem das Beispiel des New Mexico Film Office für Netflix als langfristigen Produktionspartner. Als die Dreharbeiten zur zweiten Staffel begannen, sagte Büroleiter Steve Graham, die Rückkehr von Netflix belege die Produktionskapazitäten des Bundesstaats und die Stärke der lokalen Arbeitskräfte, wie The Hollywood Reporter berichtet. Dieses Beispiel verliert an Gewicht, sofern kein anderes regelmäßig wiederkehrendes Projekt die Lücke füllt.
Für Netflix könnte das Ende des Dramas in den kommenden sechs bis zwölf Monaten Entwicklungs-, Produktions- und Werbekapazitäten für andere Serien freisetzen. Der Bericht legt nicht fest, wie diese Ressourcen neu verteilt werden.
Szenarien
Am wahrscheinlichsten
Unsere Einschätzung (informierte Spekulation): Netflix nimmt Ransom Canyon aus seinem aktiven Drama-Angebot, und die Arbeitskräfte in New Mexico konkurrieren um andere Produktionen. Das setzt voraus, dass Netflix die Absetzung nicht rückgängig macht und Ersatzprojekte verfügbar sind. Wahrscheinlich wäre eher ein lokal begrenzter Beschäftigungsrückgang als ein branchenweiter Schock.
Positives Szenario
Falls eine andere Plattform oder ein anderer Produktionspartner die Serie wiederbelebt, könnten ein Teil der Besetzung, der Crew und der Produktionsaktivität in New Mexico innerhalb von sechs bis zwölf Monaten zurückkehren. Das hinge vom anhaltenden Interesse an der Serie, dem Zugang zu ihrer Besetzung und ihren Drehorten sowie der Finanzierung einer dritten Staffel ab.
Negatives Szenario
Sofern keine vergleichbare Produktion sie ersetzt, könnte New Mexico eine wiederkehrende Quelle für Fernseharbeit verlieren. Über sechs bis zwölf Monate könnte die Beschäftigung dadurch stärker von Einzelprojekten abhängen, was die Schwankungen für lokale Crewmitglieder und Komparsen verstärken würde.
Was als Nächstes zu beobachten ist
- Eine Ankündigung von Netflix oder einer anderen Plattform, die eine dritte Staffel in Auftrag gibt, übernimmt oder wiederbelebt.
- Eine Mitteilung des New Mexico Film Office über eine Ersatzproduktion mit umfangreicher lokaler Beschäftigung.
- Hinweise darauf, dass Netflix in den kommenden sechs bis zwölf Monaten Kapazitäten zugunsten anderer Dramaprojekte umverteilt.
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