Netflix hat sich Berichten zufolge für 1 Million Dollar die Verfilmungsrechte an Nicholas Binges fünfseitiger Kurzgeschichte „Understudy“ gesichert und entwickelt sie als Fernsehserie. Lord Miller sowie Steven Yeuns Celadon Pictures sind als Executive Producer beteiligt. Dieser Bericht stützt sich auf Recherchen von The Hollywood Reporter.
Binge wird seine eigene Geschichte adaptieren. Sie handelt von einem Schauspieler, der für eine ungewöhnliche Rolle in Südkorea engagiert wird, bevor Verbrechen und Todesfälle einen umfassenderen Plan offenbaren. Phil Lord und Chris Miller entwickeln das Projekt mit dem Ziel, möglicherweise die Pilotfolge zu inszenieren; als Regisseure bestätigt sind beide jedoch nicht.
THR berichtete, dass sieben Studios um das Paket geboten hätten und Netflix 1 Million Dollar gezahlt habe. Netflix wollte diese Angaben jedoch nicht kommentieren. Steven Yeun ist nicht für eine Hauptrolle vorgesehen, und weder Besetzung noch Serienauftrag, Produktionszeitplan oder Veröffentlichungstermin wurden bekannt gegeben.
Lord, Miller, Aditya Sood und Dan Shear werden für Lord Miller als Executive Producer tätig sein; Yeun und Christina Oh produzieren für Celadon; auch Binge ist Executive Producer.
Wie sich die Auswirkungen ausbreiten könnten
Binges Rolle als Autor der Adaption verschafft ihm eine unmittelbare kreative Position, falls Netflix Drehbücher in Auftrag gibt und die Serie vorantreibt. Daraus könnte sich dann eine Hauptrolle für einen Schauspieler ergeben, da Yeun keinen Vertrag für eine Hauptrolle hat und noch keine Besetzung benannt wurde. Falls das Projekt in Südkorea angesiedelt bleibt und in Produktion geht, könnte es später Arbeitsmöglichkeiten für lokale Produktionspartner und Filmcrews schaffen; einen Drehplan gibt es bislang jedoch nicht.
Einschätzung der Auswirkungen
Netflix hat sich ein umkämpftes Entwicklungsprojekt und ein prominentes Produktionsteam gesichert. Der Wert des Projekts hängt nun jedoch davon ab, ob sich aus der Prämisse einer fünfseitigen Geschichte eine beauftragungsfähige Serie entwickeln lässt. Lord Miller und Celadon ergänzen ihre First-Look-Vereinbarungen mit Netflix um ein weiteres Paket. Die anderen Berichten zufolge beteiligten Bieter haben diese konkrete Adaptionsmöglichkeit verloren, während mögliche Vorteile für Produktionsbeschäftigte in Südkorea von einer späteren Produktionsentscheidung abhängen.
Szenarien
Unser Ausblick (fundierte Spekulation)
Am wahrscheinlichsten: Wenn Netflix die Entwicklung in den kommenden sechs bis zwölf Monaten fortsetzt, adaptiert Binge die Geschichte, während Lord und Miller einen Ansatz für die Pilotfolge ausloten. Dies ist der wahrscheinlichste Verlauf, da der Deal ein Entwicklungspaket bestätigt, nicht aber einen Serienauftrag; ein Autorenraum, ein Pilotauftrag oder eine Besetzungsankündigung würden ihn erhärten.
Positives Szenario: Falls die Adaption über das kurze Ausgangsmaterial hinaus eine tragfähige fortlaufende Handlung entwickelt, könnte Netflix die Serie in Auftrag geben und innerhalb von sechs bis zwölf Monaten mit der Zusammenstellung von Besetzung und Produktionsteam beginnen. Ein formeller Auftrag, die Bekanntgabe der Hauptbesetzung oder ein bestätigter Drehplan würden signalisieren, dass aus dem Rechteerwerb ein produzierter Thriller geworden ist.
Negatives Szenario: Falls das Kreativteam keine Fassung findet, die Netflix in Auftrag geben möchte, könnte „Understudy“ unverfilmt bleiben oder grundlegend überarbeitet werden. Die kurzfristigen Auswirkungen wären dann auf Rechtebesitz und Entwicklung beschränkt. Ein längeres Ausbleiben einer Besetzung oder eines Auftrags, wesentliche Änderungen am Paket oder die Bestätigung, dass Netflix nicht weitermacht, würden in diese Richtung weisen.
Was als Nächstes zu beobachten ist
Entscheidende Signale sind die Ankündigung einer Netflix-Pilotfolge oder eines Serienauftrags, die Verpflichtung einer Hauptbesetzung und die Bestätigung, ob Lord und/oder Miller Regie führen werden.
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