Wim Wenders’ 3D-Dokumentarfilm „From Inside Out“, eine 14-jährige Zusammenarbeit mit dem Pritzker-Preisträger und Architekten Peter Zumthor, soll am Sonntag beim Filmfestival von Venedig Weltpremiere feiern. Dieser Bericht stützt sich auf die Berichterstattung von Variety.
Der Film begleitet Zumthors Arbeit und widmet sich besonders dem Entwurf und Bau der David Geffen Galleries des LACMA. Wenders sagte, er habe sich für 3D entschieden, weil keine Bildsprache besser zur Architektur passe. Zudem seien die im Film auftretenden Personen tatsächliche Besucher und Bewohner von Zumthors Gebäuden, nicht Schauspieler.
Brad Pitt ist Executive Producer. Wenders sagte, Pitt, ein Unterstützer des LACMA-Projekts, der sich vor dem Stadtrat dafür ausgesprochen hatte, habe zugestimmt, bei der Umsetzung des Dokumentarfilms zu helfen. Auch Ava DuVernay, Werner Herzog, Ever Anderson, Sophie Hunger, Tarek Atoui und Aoi Yamada treten auf.
Einschätzung der Auswirkungen
Venedig verschafft Wenders und Zumthor unmittelbar eine öffentliche Bühne für ein Projekt, das begann, nachdem Wenders für die 13. Architekturbiennale den Kurzfilm „Notes From a Day in the Life of an Architect“ gedreht hatte. Für Festivalbesucher ist die Premiere die erste angekündigte Gelegenheit, den fertigen Film zu sehen.
Für das Architektur- und Museumspublikum könnten spätere Vorführungen Zugang zu Zumthors Werk ermöglichen, ohne seine Gebäude besuchen zu müssen. Dies könnte auch beeinflussen, wie künftige LACMA-Besucher sich den David Geffen Galleries nähern; ein solcher Effekt hängt jedoch von einem Vertrieb oder weiteren Vorführungen ab, die bislang nicht angekündigt wurden.
Szenarien
Unsere Einschätzung (fundierte Spekulation): Venedig wird kurzfristig wahrscheinlich der wichtigste öffentliche Aufführungsort des Films sein, da weder ein Verleih, ein Kinostart, ein Streamingplan noch weitere Termine bekannt gegeben wurden.
Am wahrscheinlichsten: Sollte die Premiere ohne Ankündigung eines Kinostarts stattfinden, wird „From Inside Out“ in den darauffolgenden Tagen und Wochen vor allem als Festivalbeitrag fungieren und den Zugang auf Besucher in Venedig sowie Branchenpublikum konzentrieren.
Positives Szenario: Erwirbt ein Verleih, Sender oder Streamingdienst den Film, könnten zusätzliche Vorführungen Zumthors Werk und die David Geffen Galleries in den folgenden Wochen bis zwölf Monaten einem breiteren Architektur- und Museumspublikum zugänglich machen.
Negatives Szenario: Sollten keine weiteren Buchungen oder kein Vertriebspartner folgen, könnte die Reichweite des Films trotz seiner langen Produktionszeit und Pitts Rolle als Executive Producer begrenzt bleiben; die unmittelbare Aufmerksamkeit würde dann auf Venedig konzentriert bleiben.
Worauf als Nächstes zu achten ist
Die wichtigsten Signale sind weitere Festival-, Kino-, Fernseh- oder Streamingvorführungen sowie jede Ankündigung, die einen Verleih und den Veröffentlichungsweg für „From Inside Out“ nennt.
Kommentare
Noch keine Kommentare.