Was sich geändert hat
Die durchschnittlichen Dieselpreise in den USA erreichten mit 5,85 US-Dollar pro Gallone einen Rekordwert. Ein Jahr zuvor lagen sie bei 3,71 US-Dollar, wie die American Automobile Association mitteilte. Der Anstieg ist auf höhere Großhandelspreise für Öl während des US-israelischen Kriegs mit Iran und auf die faktische Schließung der Straße von Hormus durch Iran zurückzuführen. Über diese Route wird ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung transportiert. BBC News
Der Dieselpreis in Washington lag im Durchschnitt bei 6,81 US-Dollar pro Gallone, verglichen mit 5,03 US-Dollar ein Jahr zuvor. Die landesweiten Benzinpreise lagen durchschnittlich bei 4,15 US-Dollar pro Gallone, nach 3,20 US-Dollar im Vorjahr. BBC News
Warum das wichtig ist
Diesel wird hauptsächlich von Lastwagen, Zügen, Booten, Bussen, landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Baumaschinen genutzt. Der Rekordpreis erhöht daher unmittelbar die Treibstoffkosten für den gewerblichen Verkehr, die Landwirtschaft und das Baugewerbe. In den westlichen Bundesstaaten sind die Preise laut dem Bericht im Allgemeinen höher, weil sich die Steuern unterscheiden und diese Regionen weiter von den US-Ölproduzenten entfernt liegen. BBC News
Im Kontext unserer Berichterstattung
Der Preisschock wirkt sich unterschiedlich auf gewerbliche Dieselnutzer und Benzinkäufer aus. Dieselkosten fallen vor allem in den Bereichen Verkehr, Landwirtschaft und Baugewerbe an, während der landesweite Benzindurchschnitt von 4,15 US-Dollar die Kosten für Autofahrer direkt erhöht. Der Diesel-Durchschnittspreis von 6,81 US-Dollar in Washington verdeutlicht die regionalen Unterschiede.
Folgenabschätzung
- Gewerbliche Dieselnutzer: höhere unmittelbare Treibstoffausgaben beim landesweiten Durchschnittspreis von 5,85 US-Dollar.
- Dieselkäufer in Washington: höhere Belastung bei 6,81 US-Dollar pro Gallone und damit über dem landesweiten Durchschnitt.
- Benzinkäufer: höhere direkte Kosten beim landesweiten Durchschnittspreis von 4,15 US-Dollar.
Szenarien
- Am wahrscheinlichsten: Die Dieselpreise bleiben in den kommenden Wochen hoch, wenn der Iran-Konflikt und die faktische Schließung der Straße von Hormus anhalten, ohne dass ein nennenswerter Ausgleich durch zusätzliches Angebot entsteht.
- Positives Szenario: Der Druck auf die Kraftstoffpreise könnte sich über sechs bis zwölf Monate abschwächen, wenn die geplante Erschließung von 17 venezolanischen Ölfeldern voranschreitet, zusätzliches Angebot verfügbar wird und die Lieferstörungen nachlassen. Für die Felder wird ein Potenzial von 65 Milliarden Barrel angegeben; Analysten bezweifeln jedoch, dass sich die Investitionshindernisse überwinden lassen.
- Negatives Szenario: Die Dieselkosten könnten weiter steigen, insbesondere für gewerbliche Abnehmer und Käufer in einzelnen Regionen, wenn die Sperrung der Straße anhält und die Großhandelspreise für Öl weiter klettern.
Worauf jetzt zu achten ist
- Der landesweite Diesel-Durchschnittspreis der AAA, insbesondere die Frage, ob er nahe bei oder über 5,85 US-Dollar pro Gallone bleibt.
- Der Diesel-Durchschnittspreis in Washington, der derzeit bei 6,81 US-Dollar pro Gallone liegt.
- Ob die Straße von Hormus faktisch geschlossen bleibt oder der Transit spürbar wieder aufgenommen wird.
- Die Umsetzung des Venezuela-Abkommens zur Erschließung von 17 Ölfeldern.
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